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Monika Sturmer

Techno-Z Verbund GmbH

Kommunikation. Im Techno-Z-Blog schreibe ich über Themen rund um den Technologie- und Wirtschaftsstandort Techno-Z.

 

Startup Salzburg: Gespräch mit Koordinator Oliver Wagner

Für Unternehmensgründer in Salzburg gibt es ab Jänner 2016 ein neues Service-Portfolio: das Inkubations-Netzwerk „Startup Salzburg“. Sieben Partner, darunter auch das Techno-Z, unterstützen Gründungswillige und Jungunternehmer auf ihrem Weg in die Selbständigkeit:
ITG – Innovationsservice für Salzburg, Fachhochschule Salzburg, Paris-Lodron Universität Salzburg, Paracelsus Medizinische Privatuniversität, Wirtschaftskammer Salzburg, Coworking Salzburg und Techno-Z.

Koordinator, Drehscheibe und zentrale Anlaufstelle von Startup Salzburg ist Mag. Oliver Wagner von der ITG, Innovationsservice für Salzburg. Anlässlich des offiziellen Starts mit Anfang Jänner hier ein kurzes Interview.

Was ist ein Startup?

Oliver Wagner: Als Startup wird ein junges, innovatives, meist technologieorientiertes Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial verstanden. Der innovative Charakter ist für den Begriff „Start-up“ bezeichnend. Für verschiedene Förderungen gibt es auch eine Start-up-Altersgrenze, d.h. es gilt nur jenes als junges Unternehmen, das nicht älter als fünf Jahre ist.

Startup Salzburg ist ein Inkubations-Netzwerk. Gibt es ein internationales Vorbild bzw. welche Vorteile erwarten Sie sich durch diese Form der Organisation?

Oliver Wagner: Für die Tätigkeit eines Inkubators selbst, also die Unterstützung und Begleitung von Gründern in die Selbständigkeit bis hin zum Erfolg, haben wir uns die Leistungen vieler Inkubatoren angeschaut, von Israel über Wien nach Karlsruhe. Allerdings haben wir hier in Salzburg ganz andere Voraussetzungen. Wir sind viel kleiner, jeder kennt jeden und das wollen wir zu unserem Vorteil machen: Alle gründungsrelevanten Institutionen sind bei Startup Salzburg mit an Bord. Wir sind also ein großes Unterstützungsteam. Wie in einer Familie sind wir nicht nur beim Erfolg da, sondern machen schon vorher Mut, innovative Entwicklungen umzusetzen, begleiten die Gründer dabei und sind auch da, wenn etwas schief geht. In dieser Community finden sich auch die Start-ups selbst wieder, die sich gegenseitig helfen und ihre Erfahrungen weitergeben.

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Startup Salzburg: Auftaktveranstaltung mit Staatssekretär Harald Mahrer am 18. September 2015: alle gründungsrelevanten Institutionen mit an Bord.

In welchen drei Branchen sehen Sie in Salzburg das größte Potential für Startups?

Oliver Wagner: In Salzburg haben wir auf jeden Fall eine Stärke im Bereich Life Sciences. Dieser Bereich umfasst Medizintechnik, Biotech und Pharma. Ein weiterer wichtiger Bereich ist die Kreativwirtschaft zusammen mit Informations- und Kommunikationstechnologien. Letztere finden nicht nur Anwendung in mobile apps sondern auch bei Geoinformatiklösungen oder in Bereichen wie smart data oder personal fabrication.

Viele Unternehmensgründer scheitern. Was sind Ihrer Meinung nach die Hauptgründe dafür?

Es wird oft zu wenig Fokus auf die Kunden und den Markt gelegt. Man ist überzeugt von der Idee und will sie umsetzen. Jedoch muss vorab vor allem der Markt analysiert werden. man darf nicht vorbei an den Bedürfnissen entwickeln. Eine frühzeitige Einbindung von möglichen Kunden und das eigene Geschäftsmodell gegebenenfalls zu hinterfragen, helfen hier. Das ist auch leichter, wenn man gut vernetzt ist mit anderen Startups  und sich auf ihre Erfahrungen stützen kann.

Ein weiterer Grund für das Scheitern ist oft auch die Unterschätzung der Ressourcen. Damit meine ich nicht zwangsweise nur die finanziellen. Auch das richtige Know-how und Arbeitskraft muss zum richtigen Zeitpunkt vorhanden sein. Auch hier können ein gutes Netzwerk und Kooperationspartner eine wichtige Stütze sein.

Vielen Dank für das Gespräch!

Blogbeitrag zur Auftaktveranstaltung am 18. September 2015:
Startup Salzburg: 6.000 neue Jobs durch 3.000 Neugründungen

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