Heutzutage scheint es schwer zu sein psychisch stabil zu bleiben. Hinter jeder Ecke lauern psychische Belastungen, alle scheinen mit einem Bein im Burn-out zu stehen. Zahlen der psychischen Gesundheitsgefährdung werden beinahe täglich in den Medien kolportiert. Ein Begriff ist neuerdings im Zusammenhang mit Stressbewältigung aufgetaucht: Resilienz. Die Bezeichnung wird in mehreren Sparten von IT über Psychologie hin zu Wirtschaftwissenschaften verwendet. Gemeint ist mit Resilienz die Fähigkeit, Störungen „im System“ wegzustecken, in einen Ausgangszustand zurückzukehren, eine Krise durchstehen zu können, sich robust gegenüber Störfaktoren zu zeigen oder robust genug zu sein, Irritationen erst gar nicht aufkommen zu lassen. Es ist aber gar nicht leicht immer robust zu sein. Alles muss schnell gehen, jede und jeder muss einen herzeigbaren Glücksgrad aufweisen, die Verfügbarkeit von uns und den anderen ist allumfassend. Ständig sind wir immer allem ausgesetzt.

Wenn wir die Maßstäbe von Aaron Antonovskys Salutogenesekonzept (wie entsteht Gesundheit) einem hohen Resilienzwert zuordnen, ergibt sich ein Einblick in ein mögliches Grundrezept für den Weg zum Glück: etwas machen, was wir können/bei sich selbst bleiben/Sinn in seinen eigenen Handlungen sehen.

Wenn wir uns gefühlsmäßig dem Thema nähern heißt das:

Zeit haben, statt Zeit stehlen/sich in echt mit echten Leuten treffen/sich mit sich selbst beschäftigen/Sport betreiben (maßvoll) /Optimismus/Handeln (für sich und andere und dabei sich selbst treu bleiben)/Fehler machen dürfen/faulenzen

und möglicherweise, irgendwie…auch einmal auf Nashörnern zu reiten. Wie sehen Sie das?