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Birgit Strohmeier

Salzburg Research Forschungsgesellschaft m.b.H.

Leitung Öffentlichkeitsarbeit und Qualitätsmanagement bei der Salzburg Research Forschungsgesellschaft mbH.

 

6 gute Gründe, warum ich ein freiwilliger Salzburger Verkehrssensor bin

Wir alle sind Sensoren sobald wir das Navi oder das Smartphone einschalten – ob wir es wissen/wollen oder auch nicht. Suchmaschinen-Riesen oder Navigationsanbieter verdienen mit meinen Daten Geld, ohne dass sie mich vorher gefragt hätten oder mich gar daran beteiligen. Tatsache. Aber was passiert mit den Daten? Und wem nützen sie?
Warum ich gerade deswegen freiwilliger Verkehrssensor mit Hilfe der Android-App „
Verkehr in Salzburg“ bin, ist schnell erklärt:

1. Mich nervt es, wenn ich im Stau stehe.
Wen auch nicht …
(Auch wenn ich mir durchaus bewusst bin, dass ich damit selbst Teil des Problems bin.)
Als Salzburger Verkehrssensor kann ich zwar den Stau, in dem ich gerade stehe, nicht unmittelbar wegzaubern, aber:

2. Meine Daten bewirken langfristig etwas.
fcd_app1_webÜber die App „Verkehr in Salzburg“ fließen meine Daten in die Verkehrssteuerung der Stadt Salzburg und die Verkehrsplanung im gesamten Land Salzburg ein. Dadurch kann auch ich mit meiner täglichen Fahrt einen Beitrag zur Bewältigung der Verkehrsprobleme beitragen, z.B. durch intelligente Ampelsteuerung, Identifikation von neuralgischen Staupunkten, Bewertung von verkehrlichen Maßnahmen. Meine Daten werden also zur Lösung von Problemen vor meiner Haustüre und nicht zur Gewinnmaximierung von Konzernen genutzt.

3. Verkehrssensor sein ist einfach.
fcd_appICON_webDie App „Verkehr in Salzburg“ ist kostenlos auf Google Play verfügbar und funktioniert auf allen Tablets und Smartphones mit dem Betriebssystem Android 4.0 oder höher (das sind immerhin über 80% aller Android-Smartphones). Freilich braucht die App Akkuleistung und sendet kontinuierlich Bewegungsdaten ans System – aber mit einem Datenpaket fällt das nicht großartig ins Gewicht. Die Datenmenge beträgt bei mir nicht mehr als 10MB im Monat – und das obwohl ich täglich mindestens zwei Fahrten aufzeichne.

4. Im Idealfall steh ich gar nicht im Stau.
Verkehrslage-Salzburg_screenshot_webDie App zeigt mir die aktuelle „Verkehrsqualität“ auf den wichtigsten Straßen im Stadtgebiet von Salzburg sowie auf allen Hauptverkehrsrouten im gesamten Bundesland. Grün bedeutet freie Fahrt, gelb leichte Verzögerungen und im roten Bereich starke Verzögerungen – Stau. Mit diesem Wissen kann ich ausweichen. Die aktuelle Verkehrslage ist übrigens auch öffentlich unter http://www.its-austriawest.at/salzburg/verkehrslage/ verfügbar.

5. Meine Daten sind sicher.
Die Datenerfassung erfolgt ohne Rückverfolgung von Personen oder Smartphones – gerade in Zeiten der zunehmenden Überwachung ist mir das enorm wichtig. Es gibt umfassende Maßnahmen, um die Anonymität der Daten sicherzustellen: jede Fahrt kann nicht auf einzelne Fahrer oder Fahrzeuge zurückverfolgt werden. Außerdem werden die exakten Start- und Endpunkte einer Fahrt automatisch entfernt. In Sachen Datenschutz werden sämtliche Richtlinien des österreichischen Datenschutzgesetzes erfüllt.

6. Mit meinen Daten werden keine Geschäfte gemacht.
Die Daten werden ausschließlich für die Verkehrssteuerung und Verkehrsplanung herangezogen und nicht kommerziell genutzt bzw. gar missbraucht.

Und warum erzähle ich das hier?

Über 600 Fahrzeuge im Bundesland Salzburg sind schon als mobile Verkehrssensoren unterwegs, die regelmäßig rückmelden, wie gut sie gerade vorankommen. Je mehr mitmachen, desto aktueller, aussagekräftiger und zuverlässiger ist das Ergebnis. Ergo:

Macht mit!

Privatpersonen am besten mit der App Verkehr in Salzburg (Android 4.0 oder höher)
Fahrzeugflotten können mit fixen GPS-Geräten ausgestattet werden: Bei Interesse bitte melden bei info@its-austriawest.at

Die App „Verkehr in Salzburg“ entstand im Rahmen der„FCD Modellregion Salzburg“ von der Salzburg Research Forschungsgesellschaft im Auftrag des Landes Salzburg. Kooperationspartner sind Obus SLB der Salzburg AG, Salzburger Verkehrsverbund GmbH, ASFINAG Maut Service GmbH sowie die Ö3 Verkehrsredaktion. Finanzielle Unterstützung kommt vom Klima- und Energiefonds und vom Land Salzburg.

Eine Frage am Rande … gibt es eigentlich auch SensorINNEN?
Wenn ja, dann klar: Ich bin eine Salzburger Verkehrssensorin!

P.S.: Auch wenn das Argument die Autofahrer kalt lässt – meine Einstellung zur Umwelt verlangt aber auch nach diesen Fakten: Auch die Salzburger O-Busse sind Verkehrssensoren, und daher kann z.B. auch die Effektivität von Busspuren untersucht werden.

Fotos: © Salzburg Research/ITS Austria West

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